Andreas Lang
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chanchan

Chan Chan war einst die Hauptstadt des Chimustaates , der sich um 700 - 800 u.Z. etabliert hat und dann bis 1470 u.Z. an der Nordküste Perus bestanden hat, als er den Expansionsbestrebungen der Inka zum Opfer fiel.
Chan Chan befindet sich wenige Kilometer nordwestlich von Trujillo, der Hauptstadt des Departamento la liberdad.

Die Anlage erstreckt sich über ein Areal von bis zu 12qkm die Wichtigsten Bauten liegen nahe der Küste und erstrecken sich �ber etwa 6qkm. Dabei beeindrucken am meisten die gewaltigen ciudadelas. Es handelt sich dabei um riesige rechteckige Komplexe, die von bis zu 11m hohen Mauern umgeben waren und in der Regel nur einen Zugang besaßen. In den ciudadelas bewegt man sich meist durch schmale Gänge, die zu Plätzen mit Rampen enden möglicherweise wurden dort Zeremonien vollzogen oder Feste gefeiert. Manche Gänge enden in kleineren Plätzen, die von Lagerräumen oder kleinen Gebäuden umgeben sind.

Als Baumaterial werden an der gesamten peruanischen Küste noch heute Adobeziegel, sonnengetrocknete Lehmziegel, verwendet. Nahezu alle archäologischen Monumente an der Küste sind aus diesem Material errichtet. Das überwiegend trockene Klima legt diese Bauweise nahe, Adobe ist leicht und billig herzustellen. Problematisch wird das beim Eintreten des mit starken Regenfällen verbundenen el niño-Effektes. Das Wasser löst den Lehm an der Oberfläche und spült ihn ab. So erodieren die großartigsten Bauwerke vor sich hin.

Nach über 500 Jahren sind die meisten Mauern in Chan Chan in diesem Zustand. Die Struktur der ciudadelas ist am besten aus dem Flugzeug zu erkennen. Luftaufnahmen spielen daher eine große Rolle in der Archäologie. Wenn man den Weg verläßt kann man sich leicht zwischen den Mauerreste verlaufen.

Lehmrelief (Detail)

Ciudadela Tschudi

Lehmrelief (Detail)

Für touristische Zwecke ist die Ciudadela Tschudi rekostruiert worden. Reliefs wie das links gezeigte müssen früher einmal die meisten Wände der Ciudadelas geschmückt haben. Außerdem waren sie wohl noch bemalt.

Die dargestellten Tiere sind nicht immer ganz eindeutig zuzuordnen, besonders das große Tier in der Mitte gibt den Forschern bis heute Rätsel auf. Es könnte eine Art Fuchs sein, irgendwie erinnert es auch an ein Eichhörnchen.

Einer der Plätze, die sich immer wieder am Ende eines schmalen Ganges öffnen.

Tschudi
Tschudi

Schmale Durchgänge...

Lagerräume wie diese sind in allen ciudadelas zu finden. Was darin gelagert wurde ist schwer nachzuvollziehen, da im Zuge der Eroberung des Chimustaates durch die Inka auch alle Waren fortgeschafft worden sind.

Lagerräme

Grabkammer

Ganz im Innern der ciudadela findet man dann auf einer Rampe die doppel-T förmige Grabkammer mit mindestens einer Hauptbestattung und mehreren Nebenbestattungen.

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©  2000  Andreas Lang (Stand: 27.04.2000)

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