Andreas Lang
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chavin

Chavín de Huántar, gelegen in den zentralen Anden in 3100 m Höhe, und die von dem Fundort abgeleitete Chavínkultur spielten lange Zeit eine herausragende Rolle bei der Frage nach der ersten andinen Hochkultur. Der Pionier der peruanischen Archäologie Julio C. Tello stützte seinen Entwurf der Frühgeschichte Perus auf die Chavínkultur, die als Mutterkultur der Ursprung aller weiteren andinen Kulturen gewesen sein soll.

Der Fokus auf die Fundstätte Chavín de Huántar hat sich dabei in den letzten Jahrzehnten als zu einseitig erwiesen. Andere Kulturen, vor allem an der Küste, müssen sich bedeutend früher entwickelt haben. Im Zuge dieser Forschungen hat sich der Begriff Chavín immer mehr von der eigentlichen Fundstätte abgelöst.

Trotz dieser Einbuse an Bedeutung für den wissenschaftlichen Diskurs, gilt Chavín de Huántar als einer der Höhepunkte der Chavínkultur. Seine Blütezeit hatte Chavín de Huántar zwischen 1200 v.u.Z. und 200 v.u.Z.

Diese Karte Findet man im Eingangsbereich der Anlage. Der eingezeichnete Fluß ist der río Mosna

A ... "Neuer Tempel" oder "Castillo"

B ... "Alter Tempel" oder "Tempel des Lanzon"

Plan der Anlage

Der sogenannte Neue Tempel

Der Neue Tempel, das höchste Bauwerk in Chavín de Huántar. Im Innern ist der Bau von vielen Galerien durchzogen, die an kleinen Kammern vorbeiführen.

Quadratischer Platz

Quadratische Plätze wie dieser sind typisch für Zeremonialanlagen des Formativums. Man weiß nicht genau, welchen Zweck solche Plätze hatten, immerhin hat man aber vom "Neuen Tempel" aus einen guten Überblick über den Platz.

Galerie Galerie im Neuen Tempel

Die Galerien sind dunkel und labyrinthartig. Wenn man die elektrische Beleuchtung wegdenkt, kann einem in diesen Gängen schon gruselig zumute werden.

Zapfenköpfe

El lanzón

Wenn man dann noch diesen Skulpturen begegnet...

Zapfenköpfe wie die oben gezeigten waren ursprünglich in der Mauer eingelassen. Auch an der Außenfassade befanden sich noch Anfang des 20. Jahrhunderts 11 solche Zapfenköpfe heute ist nur noch einer übrig.

Der Lanzón befindet sich im "Alten Tempel" am Ende einer Galerie in einer kreuzförmigen Kammer. Er ist 4,5 Meter hoch und ist als zentrale Figur der Anlage zu betrachten. Es handelt sich um eine bedrohlich blickende anthropomorphe Figur mit zoomorphen Elementen, eine Mischung, die für den Chavínstil typisch ist, auch wenn derartige Mischwesen in der Ikonographie vieler amerikanischen Kulturen auftreten.

Zapfenkopf

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©  2000  Andreas Lang (Stand: 27.04.2000)

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